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Umwandlung von lackierten in offenporige Oberflächen

Immer wieder erreichen uns Anfragen ob und wie lackierte bzw. versiegelte Holzböden auf offenporige Oberflächen umgewandelt werden können.

Wie schleift man einen Boden richtig?

Generell ist die Antwort von Fall zu Fall verschieden und bedarf einer sorgfältigen Prüfung durch einen Professionisten vorab. Dennoch möchten wir Ihnen hier kurz die notwendigen Schritte anführen. Wir weisen darauf hin, dass etwaige Fugen durch einen Schleifprozess nicht verschwinden werden.

Vorkehrungen vor dem Abschleifen

Gleich vorab: der Schleifstaub ist leicht entzündlich. Durch die starke Staubentwicklung ist unbedingt ein Atemschutz zu tragen und für regelmäßiges Lüften Sorge zu tragen. Zwischen den Schleifgängen sollte der Boden abgesaugt werden. Durch das Schleifen gehen etwaige Oberflächenbehandlungen wie beispielsweise Bürstungen verloren. Diese können ggf. durch eigene Geräte nachträglich neu aufgebracht werden. Auch das mafi Holzbodenöl ist entzündlich. Tücher, Pads oder andere Textilien, die mit dem Öl in Verbindung gekommen sind, müssen sofort nach Verwendung in Wasser gelegt werden.

Die folgende Empfehlung ist angelehnt an die Normen DIN 18356 und DIN 18367/ 68702.

Boden Abschleifen und Wiederaufbereiten in wenigen Schritten

1. Stellen Sie fest welches Produkt Sie vor sich haben, welche Oberfläche sich darauf befindet und ob genügend Nutzschicht zum Abschleifen besteht. Durch das schleifen werden ca. 0,5mm der Deckschicht abgetragen.

2. Überprüfen Sie schwimmend verlegte Böden auf eine gute Planheit und geringe Nachgiebigkeit.

3. Sofern ein Abschleifen möglich ist, sollte die Fläche zum maschinellen Abschleifen vorbereitet werden. Sockelleisten werden abmontiert und möglichst alle Möbelstücke aus dem Raum entfernt.

4. Die Walze der Schleifmaschine sollte erst bei voller Drehzahl mit dem Boden in Berührung kommen, um unregelmäßige Rillen zu vermeiden. Der erste Schleifgang dient der Entfernung der alten Versiegelung und wird mit einer groben Körnung von 30 - 40 diagonal zur Dielenrichtung durchgeführt.

5. Der nun folgende Zwischenschliff dient der Harmonisierung der Bodenfläche und wird in Dielenrichtung mit einer Körnung um den Wert 40 - 60 vorgenommen.

6. Final wird der Boden mit einer Körnung zwischen 80 und 120 Korn abgeschliffen. Hier ist auf 1. die Dielenverlegerichtung und 2. den Lichteinfall zu achten. Der Boden ist nun glatt und roh.

7. Bevor mit dem Einölen begonnen wird, sollte der Boden frei von Staub sein. Saugen Sie den Boden gründlich ab.

8. Das Öl wird mittels Kurzhaarroller oder Spachtel gleichmäßig aufgebracht. Bei pigmentierten Ölen sollte besonders auf einen gleichmäßigen Auftrag geachtet werden. Es empfiehlt sich in kleinen Flächen zu arbeiten.

9. Durch das stark saugende rohe Holz empfiehlt sich ein zweimaliger Auftrag. Der zweite Öl-Vorgang sollte jedoch erst nach 24 Stunden erfolgen. Der Bedarf an mafi Holzbodenöl liegt für zwei Öl-Vorgänge bei einem Liter für 8 - 12 m2 Bodenfläche.

10. Der Boden wird nach jedem Ölauftrag mit der Einscheibenmaschine und einem weißen Pad poliert. Abschließend wird die Fläche mit einem Schafwollpad trocken poliert.
Zeitablauf:

1. Tag: Schleifen / 1. Ölen (Trocknen über Nacht bei guter Durchlüftung)
2. Tag: 2. Ölen / Polieren mit Schafwollpad

11. Der Boden ist 24 Stunden nach dem Ölen bereits schonend begehbar.

12. Der Boden sollte für zwei Wochen nicht mit Flüssigkeiten in Berührung kommen, damit das Öl gänzlich in die Holzporen einziehen und aushärten kann.

13. mafi Holzbodenseife dient der regelmäßigen Reinigung und Pflege. Mit einem Arbeitsgang schaffen Sie Beides und halten Ihren Boden dauerhaft in Schuss.

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